Master Thesis
Sarah Baur

Erstprüfer*in:
Prof. Eike Roswag-Klinge

Zweitprüfer*in:
Dr. Lidia Gasperoni

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© Sarah Baur

Das Einfamilienhaus ist fester Bestandteil der Wohnlandschaft in Deutschland, jedoch vor allem aus Sicht der Nachhaltigkeit in Kritik geraten. Diese Arbeit geht der Frage nach, welches Potential hat der Einfamilienhausbestand für eine Weiterentwicklung im Sinn der Nachhaltigkeit und für zukünftigen Nutzer*innenanforderungen? Dabei ging es darum das EFH 2.0 aus dem Bestand zu entwickeln.

Projektdokumentation (PDF 42MB)

Im Rahmen der Masterarbeit wurden der Kontakt zu Bewohner*innen von Einfamilienhäusern aufgebaut, und ihre Perspektive in einer online Umfrage und persönlichen Interviews eingefangen. Dabei hat sich bestätigt, dass im Bereich Wohnen der Faktor Nachhaltigkeit eine untergeordnete Rolle einnimmt und die Mehrheit an ihrem Besitz so lange wie möglich festhalten möchte. An dieser Stelle setzt das Entwurfsszenarien an und entwickelt neue Visionen für die Nutzung der Typologie, die mit geringem Aufwand umsetzbar sind.

Durch das Einbeziehen von diversen Bewohner*innen und sich wandelnden Anforderungen, kann in Zukunft ein inklusiveres und gerechteres Wohnumfeld in Einfamilienhaussiedlungen geschaffen werden. In zusammenhängenden Nachbarschaften und Siedlungen zu denken, lohnt sich besonders, da soziale und gemeinschaftliche Aspekte, die vielen Bestandswohngebieten fehlen, nachgeholt werden können.
Die Recherche hat deutlich gemacht, wie gleichbleibend Einfamilienhäuser in den vergangenen Jahrzehnten geplant und bewohnt wurden. Die Konsequenz aus der bisherigen ausbleibenden Anpassung sollte jedoch niemals der Abriss von Bestandsgebäuden sein, sondern vielmehr das Erkennen von Potenzial und die Notwendigkeit zum Umdenken und Umplanen.
With: Sarah Baur